Transplantation: Die dramatische Rettung von WauWi

Dramatische Rettungsaktion – Spenderhund rettet das Leben von WauWi

Kurz vor Weihnachten erfolgte per email die Anfrage an die Bärenklinik:

WauWi, ca. 11 Jahre alter, heißgeliebter Stoffhund eines kleinen Mädchens, war in einem lebensbedrohlichen Zustand. Die Mutter von Johanna wollte ihn mir anvertrauen und hoffte, dass er noch gerettet werden könne.

Fotos zeigten einen fast irreparablen Zustand.

Plueschtier Wauwi

WauWi hatte kein Fell mehr, seine Haut war extrem dünn und hatte fast überall Löcher, seine Organe waren geschrumpft, er hatte bedrohliches Untergewicht, wirkte leblos und total apathisch.

Plueschtier Wauwi 2

Transplantation: Die dramatische Rettung von WauWi

Dies war eine Herausforderung auf höchstem Niveau. Wieder einmal erfolgte eine der schwierigen und schweren Operationen in der Geschichte meiner Stofftierklinik.

Schnell war zu erkennen, dass die OP auf „normalem Weg“ nicht zu machen war, wie also könnte man das Leben von Wauwi retten?

Ein Spenderhund musste her! Sein Fell und seine Organe könnten Wauwi helfen…

Übers Internet wurde in einem Shop ein namenloser Spenderhund gefunden – seine Größe, Organe, seine Hautfarbe, Fell und Innereien waren identisch mit WauWi.

Die Deutsche Post und DHL seien hier lobend erwähnt, schon knapp zwei Tage nach der Bestellung kam der Körper des Spenderhundes in Rottweil in der meggibaer-Klinik an.

Auch WauWi wurde inzwischen in der Klinik eingeliefert. Er war der Liebling von Oberschwester Hase Emmy, sie betreute ihn rund um die Uhr. WauWi wurde nun umgehend für die schwere OP vorbereitet.

Transplantation: Die dramatische Rettung von WauWi

Der Hirntod des Spenderhundes war zweifelsfrei festgestellt, alle Organe und das Fell waren in Ordnung und geeignet für WauWi, die große Transplantation konnte beginnen.

Nach knapp 4 Stunden stand fest: WauWi wird überleben und er sieht GUT aus! 😉

Transplantation: Die dramatische Rettung von WauWi

Einer meiner Bären trennte sich schweren Herzens von seinem Käppi (mit Löcher für die Hundeohren!) und überließ es WauWi für dessen frisch operierten Kopf. Den Fellschutzanzug aus dem Fell des Spenderhundes für seinen Körper muss er nun für immer tragen, das schützt seine sehr empfindliche Haut und seine Narben. Auch die Mütze schützt seinen Kopf, wenn er diese trägt.

Transplantation: Die dramatische Rettung von WauWi

Transplantation: Die dramatische Rettung von WauWi

WauWi erholte sich sehr rasch von der Transplantation, er blühte förmlich auf. Nachdem festgestellt wurde, dass alle Spenderorgane problemlos funktionieren und das neue Fell sofort prima angewachsen war, erhielt er nochmals Tee und eine stärkende Suppe, dann wurde er reisefertig gemacht. Die Verabschiedung war tränenreich, meine kleine Emmy hatte WauWi sehr in ihr Hasenherz geschlossen, aber sie wusste, er will und muss zurück zu seiner Johanna, dort gehört er hin.

Schon zwei Tage später war er wieder zuhause bei Johannas Mutter und an Heiligabend lag er glücklich, gesund und strahlend in den Armen „seines Mädchens“.

Transplantation: Die dramatische Rettung von WauWi

Zitat: „das ist das schönste Geschenk, dass ich je bekommen habe“.